Häckseln, Mulchen und Kompostieren

Mit Kompostieren können Sie einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Etwa ein Drittel unseres Hausmülls ist hierfür verwertbar und kann kompostiert werden.

Pflanzenschnitt häckseln

Das Wichtigste bei der Kompostierung sind die Stoffe, die kompostiert werden. Wertvoll hierbei sind nicht nur weichere Inhaltsstoffe, sondern auch Baumschnitt usw. Bevor dieser kompostiert werden kann, muss er auf eine entsprechende Größe zerkleinert werden. Hierbei müssen möglichst große Angriffsflächen für die Arbeit der Mikroorganismen und Kleinstlebewesen im Kompostbehälter geschaffen werden.

Der Gartenhäcksler nimmt uns die Arbeit des Zerkleinerns spielend leicht ab. Mit seinem Zerkleinerungsmechanismus nimmt er es mit allen mehr oder weniger dicken Ästen, Baumschnitt, usw. auf. Wichtig ist eine grobe Zerfaserung, damit das Schnittgut beim Kompostprozess schnell zersetzt wird.

Häckselgut eignet sich neben dem Kompostieren auch zum Mulchen von Beeten, da es sich im Laufe der Zeit durch den Erdkontakt zersetzt.
Die Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und sorgt für eine gleichmäßige Bodenbefeuchtung.

Sicherheit beim Häkseln

Beachten Sie immer die erforderlichen Sicherheitshinweise bei der Arbeit mit Häckslern. Tragen Sie unbedingt Sicherheitshandschuhe und eine Schutzbrille.

Mulchen

Mulchen ist eine Düngung und ein Bodenschutz, wie ihn uns die Natur vormacht. In der Natur ist ein unbedeckter „nackter“ Boden kaum anzutreffen. Im Wald schützen Moose, Farne und Gräser den Boden. In dieser Schicht sind unzählige Kleinstlebewesen zu Hause. Diese Schicht ist ein wichtiger Schutzmantel für den Boden. Ohne ihre Tätigkeit würde kein Humus entstehen und ein Pflanzenwachstum wäre undenkbar.

Wir sollten es der Natur nachmachen und im Garten ebenso für eine ausreichende Mulchschicht sorgen. Durch das Mulchen werden Regenwürmer gefördert, die ihrerseits wieder zur Bildung der wichtigen Ton-Humus-Komplexe beitragen.

Die Mulchschicht schützt vor Austrocknen der Erde und ermöglicht eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Die Bodenbearbeitung wird erleichtert, weil uns die Regenwürmer eine Menge an Arbeit abnehmen. Zum Mulchen ist natürlich das Häckselgut geeignet, welches sich im Lauf der Zeit durch den Erdkontakt zersetzt. Das Material kann flächig über den Beeten verteilt und eingeharkt werden.

Kompostieren

Organische Abfälle im Thermokomposter

Mit feuchten, nährstoffreichen Materialien (z.B. Rasenschnitt) werden die Gartenabfälle, wie z.B. Strauchschnitt, Baumschnitt, Gemüsestrünke usw. dann vermischt. Die entstandene Mischung wird mit einem Kompostiermittel beimpft. Hierdurch gelangen Mikroorganismen in die Mischung und sorgen für eine rasche Kompostierung. Füllen Sie nun die entstandene Mischung in den Thermokomposter.

Nach etwa 2-3 Wochen mischen Sie den Kompost mit einer Gabel kräftig durch. Hierbei kann die Feuchtigkeit geprüft werden und eventuell durch Zugabe von feuchtem oder trockenem Material reguliert werden.

Kompostieren mit dem Kompostsilo

Wählen Sie zum Aufstellen des Kompostsilos, das aus Holz, Kunststoff oder Drahtgeflecht hergestellt sein kann, einen schattigen Platz aus. Der Untergrund darf nicht betoniert sein oder aus sonstigem dichten Material bestehen. Vor dem Aufstellen des Silos lockern Sie den Untergrund etwas auf.

Als erste Füllung kommt eine etwa 20 cm dicke Belüftungsschicht aus Baum- und Heckenschnitt in das Silo. Die nächsten Schichten sollten abwechselnd aus nassem und trockenen Material bestehen. Schichten aus Grünmasse überpudert man mit Steinmehl und Schichten aus Erde mit Algenkalk. Durch ein zusätzliches Beimpfen mit Mikroorganismen wird der Rotteprozess noch beschleunigt. Zum Abschluss kommt noch eine Schicht aus Erde obendrauf. Stroh und Laub schützen vor Wärmeverlust.

Feuchtigkeit & Durchlüftung

Bei einer zu hohen Feuchtigkeit kann keine ausreichende Durchlüftung stattfinden. Die Temperatur sinkt dabei ab und es besteht Fäulnisgefahr. Ist die Feuchtigkeit zu gering, ruhen die Mikroorganismen und somit der Kompostprozess.