Leichte Installation

Wie funktioniert die Sanitärinstallation, welche Materialien und Werkzeuge werden benötigt? So wirds leicht gemacht.

Materialien für Rohrleitungen

Hochtemperatur-Rohre, kurz HT-Rohre, sind eine besonders beliebte Lösung. Denn Kunststoff-Rohrstecksysteme können schnell und problemlos montiert werden. Es stehen hierzu viele Systemteile für die unterschiedlichsten Installationsarbeiten zur Verfügung. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie nicht rosten oder durch Kalkablagerungen zerstört werden.

Eine Alternative bildern Kupfer- und Stahlrohre. Kupferrohre verfügen über glatte Innenwandungen und sind wie verzinkte Stahlrohre korrosionsbeständig, deshalb eignen sie sich gut als Trinkwasserleitungen. Die Materialien sind sehr widerstandsfähig und eignen sich daher ebenfalls gut für Trinkwasserleitungen.

Rohrleitungen verlegen

HT-Rohre

HT-Rohre (graue Kunststoffrohre) sind hoch temperaturbeständig und dadurch für Abwasser bis 90 °C geeignet. Es sind zahlreiche Rohrlängen und passende Formstücke erhältlich. Abwasserrohre sollten in Gebäuden ein Mindestgefälle von 2 cm pro m Rohrleitung und ein Höchstgefälle von 5 cm pro m Rohrleitung haben. Sind die Rohrleitungen nicht mit Standardrohrlängen durchzuführen, werden die Rohre wie folgt abgelängt und verarbeitet.

Rohr zuschneiden

Das abzulängende Rohr auf die leicht geöffneten Backen eines Schraubstockes legen, jedoch nicht fest einspannen. Nun mit einer feingezahnten Säge (Puk-Säge) mit einem rechtwinkligen Schnitt durchtrennen.

Grate entfernen

Den entstandenen Außengrat mit einer Halbrundfeile glätten und dabei eine neue Fase anbringen, da die vorhandene Fase durch das Ablängen entfallen ist. Mit einem scharfen Messer den Innengrat entfernen.

Rohre mit Gleitmittel einstreichen

Mit einem Gleitmittel das Rohrende einstreichen. Bei gleichzeitigen Links-Rechtsdrehungen das Rohr in das Verbindungsteil bis zum Anschlag einschieben.

Rohre verbinden

Bei gleichzeitigen Links-Rechtsdrehungen das Rohr in das Verbindungsteil bis zum Anschlag einschieben.

Dehnung berücksichtigen

Das Rohr anschließend über der Muffenkante markieren und etwa 1 cm herausziehen. Bei Erwärmung kann sich das Rohr nun noch ausreichend dehnen.

Kupferrohre mit Klemmringverbindungen

Rohr zuschneiden und entgraten

Das Kupferrohr in einen Schraubstock einspannen und mit dem Rohrabschneider in Kreisbewegungen abtrennen. Mit dem Entgrater des Rohrabschneiders das Rohr innen entgraten.

Teile zusammenstecken

Verbindungsteil auseinander schrauben. Die Überwurfmutter und den Klemmring über das Kupferrohr schieben.

Rohre abdichten

Rohrende und Klemmring mit Dichtungspaste einstreichen und die Verbindung herstellen. Drehen Sie die Überwurfmuttern fest, aber nicht zu fest zu.

Verzinkte Stahlrohre

Rohrlänge ermitteln

Durch das Addieren der Gewindelängen und der benötigte Rohrlänge erhält man die Gesamtrohrlänge.

Rohre abdichten

Die Gewinde werden mit Teflon-Dichtband entgegen der Gewinderichtung umwickelt. Ziehen Sie dabei das Dichtband fest an.

Festziehen

Das Rohr und den Fitting zuerst von Hand und dann mit der Rohrzange festziehen. Mit einer zweiten Rohrzange das Rohr festhalten.

Sicherheit

Metallene Rohre und Sanitärgegenstände müssen über eine Potentialausgleichsschiene geerdet werden. Der Potentialausgleich darf nur vom Elektriker ausgeführt werden.

Standardmaße bei Sanitärinstallationen

Sanitärinstallationen können mit den heutzutage erhältlichen Materialien leicht ausgeführt werden. Bei der Installation sind die nachstehenden Standardmaße üblich und sollten nach Möglichkeit eingehalten werden. Verlegen Sie Kalt- und Warmwasserleitungen immer rechtwinklig zu Decken und Wänden. Auch sollten die Leitungen immer auf dem kürzesten Weg verlegt werden. An Tief- und Hochpunkten ist eine Entleermöglichkeit bzw. eine Be- und Entlüftung einzubauen. Leitungsverbindungen werden erst nach einer Druckprüfung eingemauert, verputzt oder verkleidet. Beachten Sie in jedem Fall die Herstellerhinweise der verwendeten Materialien.

Standardmaße bei Badewannen

Standardmaße bei Duschen

Wichtig

Bevor Sie Reparaturen oder sonstige Arbeiten am Wasserleitungssystem ausführen, muss die Wasserzufuhr abgedreht werden. Absperrventile fest, aber nicht zu fest zudrehen, da sie ja wieder geöffnet werden müssen. Entleerung nicht vergessen!